Herzlich willkommen

Geschäftsführer:

M.Sc.-Ing., Dipl.-Kfm., MBA Maik Fischer

Telefon 05723 702-0
info@staatsbadnenndorf.de

25 km westlich von Hannover, eingebettet in die Ausläufer der norddeutschen Tiefebene zwischen Steinhuder Meer und Deister liegt Bad Nenndorf inmitten des Schaumburger Landes. Hier finden die Gäste Ruhe und Erholung in einem gleichmäßigen Schonklima.
Bereits seit 1772 ist der medizinische Wert der vor Ort vorhandenen Schwefelquellen bekannt. 1866 entstand das königlich-preußische Heilbad Nenndorf, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem der größten Heilbäder des Landes aus dem schließlich das Niedersächsische Staatsbad Nenndorf hervorging.

Seinen Ruf verdankt Bad Nenndorf den ortsspezifischen Heilmitteln Moor, Schwefel & Sole. Mit diesen Heilmitteln und der medizinisch-therapeutischen Kompetenz sowie den vielfältigen Möglichkeiten zur Ruhe und Erholung bieten wir Patienten und Gästen optimale Voraussetzungen für ihre gesundheitliche Regeneration.

Eine zentrale Einrichtung der Niedersächsischen Staatsbad Nenndorf Betriebsgesellschaft mbH ist die Landgrafen-Klinik – das Kompetenzzentrum für die Bewegungsorgane. In der Fachklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie werden Patienten mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der genannten Indikation stationär wie auch ganztägig ambulant behandelt. Der Klinik angeschlossen ist ein ambulantes Therapiezentrum.  Als  „Praxis für Physiotherapie“ auf 4 Ebenen mit über 750 m² modernster Therapiefläche plus Schwimmbad mit Thermalsole (33°) bieten wir alle Möglichkeiten der Physio-, Massage-, Sport- und Ergotherapie für den Rezeptkunden bzw. den Privatzahler an.

Die Landgrafentherme bietet den Gästen eine Badelandschaft mit zwei Soleschwimmbecken im Innen- und Außenbereich an. Ein Spa-Bereich sowie eine großzügige Saunalandschaft und eine Meersalzgrotte runden das vielfältige Angebot ab.

Das Moorbadehaus hält mit exclusiven Naturmooranwendungen und excellenten Beauty- und Wellnesseinrichtungen sowie qualifizierter Podologie alles für den gesundheitsbewussten Gast vor.

Seit nunmehr 20 Jahren steht das Reha- und Fitnesszentrum MediFit für ausgezeichnete Qualität im Bereich medizinischer Trainingstherapie. Ein stets aktuelles und vielfältiges Kursprogramm rundet das Angebot hier ab.

Als weiterer Betriebsteil bleibt das Gästehaus Edelweiss als Dependance der Landgrafen-Klinik zu nennen – ein Gästehaus mit Wohlfühlcharakter speziell für den erholungssuchenden, gesundheitsorientierten Gast – hier werden neben Individualaufenthalten unterschiedliche Präventionsprogramme in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kostenträgern angeboten.

Die Aufgaben der Staatsbad Nenndorf Betriebsgesellschaft mbH

Pavillon in Bad Nenndorf

Die Aufgabe der Gesellschaft besteht nicht nur darin, die oben genannten Institutionen zu betreiben und zu vermarkten.

Vielmehr ist es auch unsere Aufgabe, die technischen Einrichtungen, welche zur Förderung und Herstellung der Nenndorfer Heilmittel benötigt werden, betriebsbereit zu halten, zu warten und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Hierbei verfügen wir über einen reichhaltigen Erfahrungsschatz, da wir als erste in Deutschland seit über 200 Jahren Moor zu Heilzwecken einsetzen. Durch diese Kenntnisse und Fertigkeiten sichern wir den Bestand Bad Nenndorfs und ermöglichen den Bäderbetrieb (Kurbetrieb).

So trägt Bad Nenndorf seinen „Vor“-Namen „Bad“ aufgrund seiner Zulassung (Zertifizierung) als Moorheilbad, Schwefelheilbad und Soleheilbad.

Seit über 200 Jahren wird Bad Nenndorf den hohen Ansprüchen natürlicher Heilverfahren und modernster Medizin gerecht. Viele zeitgemäße Anwendungen ergänzen heute das Gesundheitsangebot und gehen über die klassischen zentralen Kurindikationen hinaus.

 

Unternehmensleitbild Staatsbad Nenndorf

Historische Fakten des Kur- und Badebetriebes

936

Das vermutlich am Anfang des 9. Jahrhunderts entstandene Dorf am Nordwestrand des Deisters wurde erstmals im Jahr 936 als Nyanthorpe („Neues Dorf“) in den Urkunden des Klosters Corvey erwähnt.

1136

Im Jahr 1136 wurde die erste Kirche errichtet

1150

1150 wurde der Ort Niendorpe genannt. Nachdem südwestlich des Ortes eine kleine Siedlung entstanden war, unterschied man künftig Groß Nenndorf und Klein Nenndorf. Eine weitere Siedlung im heutigen Stadtgebiet namens Densinghausen wurde im Dreißigjährigen Krieg ausgelöscht.

1546

Die Heilkraft der 1546 erstmals auf dem so genannten „Dübelsdreck“ beurkundeten Schwefelquellen, zwischen Groß und Klein Nenndorf gelegen Die 1546 von Georg Agricola erstmals erwähnte Schwefelquelle wurde später von der Landbevölkerung zu Heilzwecken genutzt.

1647

Seit der Teilung der Grafschaft Schaumburg 1647 gehörte Nenndorf zu Hessen-Kassel.

1772

Erst nachdem 1772 der medizinische Wert der Schwefelquelle erkannt wurde, änderte sich vieles. Landgraf Wilhelm IX von Hessen (später Kurfürst Wilhelm I.) beauftragte Dr. Schröter, Professor an der Universität Rinteln und Brunnenmedikus am Gesundbrunnen Rodenberg, Versuche mit den Quellen zu unternehmen.

1787

Nach einem ärztlichen Gutachten der Universität Rinteln wurde die Schwefelquelle auf Befehl des hessischen Landgrafen Friedrich II. eingefasst. Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel überzeugte sich 1786 persönlich von dem Wert der Quelle und gründete 1787 nach einem Gesamtplan des Hofarchitekten Simon Louis du Ry den „Gutsbezirk Nendorff“ mit den Badeeinrichtungen und dem Kurpark.
Er ließ ein Badehaus und das erste Logierhaus (heute Hotel Hannover) errichten und in der Folgezeit den »Nenndorfer Gesundbrunnen« weiter erschließen. Es wurde eine Promenade geschaffen, »auf welcher sich zwei Reihen Linden zeigten«, und der Kurpark wurde angelegt.
Das erste Kurhaus entstand. Landgrafenhaus und Haus Kassel stammen aus dieser Zeit. Prominente Gäste besuchten den neuen Badeort. Zu ihnen zählte auch Dr. Christoph Wilhelm Hufeland, der Goethe, Schiller und auch Herder zu seinen Klienten zählen konnte und der von Nenndorf als »einem der ersten Plätze unter den Heilquellen Deutschlands« sprach.
Erster Brunnenarzt wurde der Rintelner Medizinprofessor Dr. Ludwig Philipp Schröter, der das neue Bad durch Veröffentlichungen bekannt machte.
Die Schwefelquellen gehören zu den stärksten Europas und konnten nun endlich mit großem Erfolg bei Rheuma, Gicht und Hautleiden eingesetzt werden. Schon bald gehörte Nenndorf zu den führenden deutschen Heilbädern.

1806

1806 ließ der Landgraf eine Sommerresidenz im klassizistischen Stil, das so genannte Schlößchen (Lodge), erbauen, bei dem er und seine Nachfolger bei zahlreichen Aufenthalten in Nenndorf residierten.

1809

Napoleons Bruder Jérôme Bonaparte ließ nach der Völkerschlacht bei Leipzig für die Truppen die ersten Mooranwendungen Deutschlands in Bad Nenndorf einrichten.

1866

Im Jahr 1866 wurde Bad Nenndorf Königlich Preußisches Staatsbad und konnte durch finanzielle Unterstützung aus Berlin weiter expandieren. Es erlebte seine zweite wichtige Entwicklungsphase. Beeindruckendes architektonisches Zeugnis aus dieser Zeit ist das am Rande des Kurparks gelegene Große Badehaus aus dem Jahre 1905/06.
Aber auch die Erweiterungen des Kurparks gehören in die Zeit des preußischen Staatsbades.

1907

Neubau des Zanderhauses zur „medicomechanischen Therapie“, einem Vorläufer modernen Fitnesstrainings
Sehr günstig wirkte sich auch die geografische Lage auf die Entwicklung des Ortes aus. Am nördlichen Rand des deutschen Mittelgebirges liegt Bad Nenndorf auf einer seit Jahrhunderten genutzten Rhein-Elbe-Verbindung, dem Hellweg, und so bekam der Ort Anschluss an das Eisenbahnnetz (1847 in Haste und 1872 in Nenndorf), den Mittellandkanal (in Haste 1916) und die Autobahn (1939).

1929

1929 entstand die Gemeinde Bad Nenndorf durch Zusammenschluss der Orte Groß Nenndorf, Klein Nenndorf und dem Gutsbezirk Bad Nenndorf.

1936

1936 wurde in dem damals nach einem Brand neu errichteten Landgrafenhaus ein balneologisches Institut begründet, um die Erforschung der Bademedizin voranzutreiben.
(Von 1945 bis 1947 wurde von der britischen Armee im Winklerbad ein Internierungslager betrieben.)

Nach dem 2. Weltkrieg

Das Land Niedersachsen wird, als Rechtsnachfolger des Preußischen Staates, Eigentümer des Vermögens des Badebetriebes.

1964

Erschließung der „Neuen Landgrafenquelle“ (stärkste Thermal-Schwefel-Sole-Quelle Mitteleuropas)

1972

Mitte 1972 Eröffnung des Thermalsole-Hallen und Freibad-„Bewegungszentrum“ [heutige Landgrafentherme]

1973

Inbetriebnahme des Außenbeckens

1975

gründete das Land Niedersachsen für seine vier Staatsbäder Norderney, Bad Nenndorf, Bad Pyrmont und Wangerooge eine Betriebsgesellschaft, die Niedersächsische Bädergesellschaft mbH., deren alleiniger Gesellschafter das Land Niedersachsen war. Die vier Staatsbäder wurden als Zweigniederlassungen geführt.

1984

02.05.1984 Eröffnung der „Rheumaklinik Sonnengarten“

1985

25.03.1985 Einweihung des Neuen Therapiezentrums „Schlammbadehaus“

1999

wurden die Zweigniederlassungen der Niedersächsischen Staatsbäder verselbständigt. Seither ist die „Niedersächsisches Staatsbad Nenndorf Betriebsgesellschaft mbH“ deren alleiniger Gesellschafter das Land Niedersachsen ist, für den Betrieb und die Verwaltung des Staatsbades Nenndorf verantwortlich. Die GmbH hat einen Aufsichtsrat. Das Vermögen des Bades hat das Land der Betriebsgesellschaft Staatsbad Nenndorf verpachtet.

2000

Am 1. Januar 2000 werden Bad Nenndorf die Stadtrechte verliehen.

2005

Im Januar 2005 werden große Teile des Staatsbades vom Land Niedersachsen an die Stadt Bad Nenndorf übergeben. Die Stadt expandiert weiter als beliebter Wohnort in einer schönen Landschaft mit günstigen Verkehrsanbindungen.

2008

01.01.2008 Beginn umfangreicher Um- und Neubauten der Rheumaklinik. In dieser Zeit wird ein Teil der Klinikaktivitäten in die eigens angemietete „Klinik Schaumburg“ verlagert.

2009

Am 25. Mai 2009 erhält die Stadt von der Bundesregierung den Titel „Ort der Vielfalt
verliehenen.
Umzug des Reha- und Fitnesszentrums „MediFit“ in die II.Etage des kernsanierten Schlammbadehauses. Hierbei wird auch der komplette Gerätepark erneuert.

2010

Eröffnung des erweiterten Außenbeckens der Landgrafentherme
Im April 2010 wird das Neue Betten- und Therapiehaus „Gartenhaus“ als Erweiterungstrakt der Rheumaklinik in Betrieb genommen. Daher kann zum 31.03.10 die Interimsklinik „Klinik Schaumburg“ geschlossen werden.

2011

Im März 2011 erfolgt die feierliche Einweihung der neu gestalteten Kurhausstraße.
Im Juli 2011 wird die kernsanierte und in edlem Ambiente gestaltete I. Etage des Schlammbadehauses eröffnet. Es werden Moorbäder, Solebäder und Naturmoorpackungen abgegeben. Gleichzeitig erfolgt die Umbenennung von Schlammbadehaus in Moorbadehaus.
Im August 2011 erfolgt die Neueröffnung des Kosmetik- und Wellnessbereiches in der I. Etage des Moorbadehauses.

2012

Am 01.08.2012 ändert die Staatsbad Nenndorf Betriebsgesellschaft mbH den Namen ihrer Rheuma-Klinik um in Landgrafen-Klinik. Der neue Name ist nunmehr nicht mehr medizinisch ausgerichtet, sondern orientiert sich an der Historie des Staatsbades Nenndorf.

2017

Am 29. August 2017 Eröffnung des neuen Innenbeckens in der Landgrafentherme durch den Finanzminister Herrn Peter-Jürgen Schneider.